Frage an die Mediziner zu Glutathion: Kann man das dem Körper auch per Nahrungsergänzung geben?
Frage von Mirko Munich: Frage an die Mediziner zu Glutathion: Kann man das dem Körper auch per Nahrungsergänzung geben?
Glutathion besteht aus L-Glutaminsäure, L-Glycin und L-Cystein.
Wenn ich diese drei Stoffe einnehme, setzt der Körper automatisch diese drei Stoffe zu Glutathion zusammen und kann es verwerten?
Beste Antwort:
Answer by Ch. F
Aufgrund seiner antioxidativen Wirkung wird Glutathion als Nahrungsergänzungsmittel verkauft. Der therapeutische Nutzen von über die Nahrung zugeführtem Glutathion ist allerdings sehr fraglich, da das oral aufgenommene und in die Blutbahn resorbierte Tripeptid nicht in die Zellen aufgenommen wird. Es wird vor der Aufnahme in seine Aminosäurebestandteile zerlegt und im Zellinneren wieder resynthetisiert. Zudem hat jede Körperzelle die Fähigkeit, Glutathion herzustellen. In den meisten Körperzellen liegt Glutathion in hohen Konzentrationen vor.
Die Glutathionproduktion in der Leber kann durch Gabe von Acetylcystein (als Cysteindonor) stimuliert werden.
Als umstrittenes „Krebsmittel“ erlangte Glutathion in einem als Mischung mit Anthocyanen unter dem Namen Recancostat comp. verkauften Präparat Mitte der 90er Jahre Berühmtheit.
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Glutathion wird in der Leber synthetisiert und dem Körper zur Verfügung gestellt. Glutathion kommt in fast allen lebenden Zellen vor und substantiiert sich aus den Aminosäuren Glykokoll, Cystein und Glutaminsäure, daraus entsteht dann ein gebildetes Tripeptid.
Als Nahrungsergänzung wäre es eine tote eventuell künstlich erstellte Materie und könnte diese Verstoffwechslung nicht so nachvollziehen wie von relativ frischem Fleisch und frischen Pflanzen.
Ebenso wären freie Radikalhemmer – Vitamin E und Selen.
Fazit:
Eine normale Ernährung würde ausreichend sein und die Versorgung sichern, außer es liegt eine Lebererkrankung vor.
Diese 3 Aminosäuren kommen reichlich vor, so dass keine Defizite normal entstehen könnten. Auch als Veganer wäre die Versorgung gesichert.
Anhang:
Aminosäuren sollten in ihrer Versorgung nicht zu übermäßig einseitig konsumiert werden, weil sonst Ungleichgewichte in der Versorgung entstehen, die eine Gesamtverkettung der Aminosäurenstrukturen stören könnte. Denn in den einzelnen Proteinbausteinen sind Elektrete enthalten, die sich einer gewissen geregelten Verkettung unterwerfen müssen, um eine vernünftige Gewebsentwicklung zu ermöglichen.
Was eine gute Ergänzung natürlichen Ursprungs wäre, ist Rice-Bran. Darin sind alle Aminosäuren vorhanden, die aus einem pflanzlichem Ursprung entstanden sind und sehr gut verwertet werden.